Im Projekt naTHan werden Compounds und Filamente für den 3D-Druck technischer Anwendungen mit reduziertem Umwelteinfluss entwickelt. Dies erfolgt auf Basis von Stoffströmen aus dem Recycling. Während der Fertigung, dem Produkteinsatz und der Wiederaufbereitung kommt es zu Veränderungen in der chemischen Struktur des Kunststoffes mit negativen Auswirkungen auf die Werkstoffeigenschaften. Um die erforderlichen Werkstoffeigenschaften für die technische Anwendung sowie für die Verarbeitung in der Extrusionslinie und dem 3D-Drucker zu erzielen, wird im Projekt eine Systematik zur Additivierung der Kunststoffe erarbeitet. Weiterhin sollen durch ein „Upcycling“ des Rezyklats mittels Füllstoffen technische Anwendungen erschlossen werden, die mit dem einfachen Basisrezyklat nicht möglich wären. Begleitend wird zur Betrachtung der Nachhaltigkeitsaspekte ein Kennzahlensystem entwickelt. Um die entwickelten Compounds in Bezug auf ihre Eigenschaften in der Anwendung und auf ihre Verarbeitbarkeit zu evaluieren und das entwickelte Kennzahlensystem zu validieren, werden gezielt zwei unterschiedliche technische 3D-Druckanwendungen als Demonstratoren herangezogen.