Der Wandel der Energienetze durch dezentrale Einspeisung, immer stärkeren Ausbau der Elektromobilität und den vermehrten Einsatz von Wärmepumpen erfordert eine erhebliche Leistungserhöhung der bestehenden Verteilnetze insbesondere im innerstädtischen Bereich. Dies kann mit einem supraleitenden Kabel erreicht werden, da es bei gleichem Platzbedarf eine deutlich höhere Leistung übertragen kann als ein konventionelles Kabel. Bevorzugt werden Systeme, die es erlauben, die Rohrleitungen der bestehenden AC-Gasaußendruckkabel bei gleichzeitig höherer spezifischer Leistung zu nutzen. In diesem Vorhaben sollen die Hauptkomponenten eines 3-phasigen Drehstromkabels für 20 kV entwickelt werden. Die elektrische Isolation und Kühlung erfolgt dabei mit flüssigem Stickstoff. Es wird ein ultrakompakter Aufbau des supraleitenden Kabels entwickelt, so dass der Einzug in bestehende Gasdruckkabel-Rohranlagen möglich wird. An der TH Köln werden insbesondere die Bedingungen für die Hochskalierbarkeit von 20 kV auf 110 kV untersucht.