Die diesjährige Forschung untersucht internationale Schwachstellen in der IT-Sicherheit auf Grundlage einer Analyse von 11.000 Unternehmen welt-weit. Ziel war es, typische Risiken und regionale Unterschiede in der digi-talen Sicherheitslage zu identifizieren. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Unterneh-men weiterhin veraltete Verschlüsselungsstandards und Software nutzen, was das Ab-fangen vertraulicher Daten und gezielte Angriffe erleichtert. Besonders betroffen sind Regionen wie Lateinamerika, Japan und Indien.
Ein weiteres häufiges Risiko besteht in der Verbreitung sensibler Unternehmensdaten im Darknet, wodurch Angriffe auf Benutzerkonten erleichtert werden. Offen erreich-bare technische Schnittstellen erhöhen zusätzlich die Angriffsfläche. Zudem zeigt sich eine starke Abhängigkeit von wenigen großen Cloud- und Hosting-Anbietern wie Ama-zon, Microsoft oder Google, was im Fall von Ausfällen oder Sicherheitsvorfällen erheb-liche Auswirkungen auf zahlreiche Unternehmen haben kann. In Europa wurden dar-über hinaus häufig Verstöße gegen Datenschutzvorgaben festgestellt, insbesondere bei der Nutzung von Webanalyse- und Einwilligungssystemen.
Die Ergebnisse sind aufgrund der begrenzten Datengrundlage nur eingeschränkt über-tragbar, bieten jedoch einen wichtigen Einblick in aktuelle IT-Sicherheitsrisiken. Insge-samt verdeutlicht die Analyse die Bedeutung regelmäßiger Sicherheitsüberprüfungen, technischer Aktualisierungen sowie eines systematischen und kontextbezogenen Cy-berrisikomanagements, um Stabilität und Vertrauen in der digitalen Wirtschaft langfristig zu sichern.